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Wie Sie eine gute Personalberatung erkennen können

 

Suchen Sie einen Personalberater? Gar nicht so einfach. Der Größte muss nicht der Beste sein, so viel steht wohl fest. Doch wie erkennt man diejenigen, die wirklich gut sind und die Tätigkeit gründlich gelernt haben? Es gibt nach unserer Schätzung über 2.400 Personalberatungsunternehmen in Deutschland. Kein Wunder, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Daher finden sich immer noch zu viele inkompetente „Headhunter“ unter den Anbietern. Sie versprechen Ihnen viel, können aber der Vielschichtigkeit der Aufgabe kaum gerecht werden. Zudem gibt es nur wenige, die wirklich alle Tools und Methoden sicher beherrschen. Hier nenne ich Ihnen 5 Kriterien, woran Sie leistungsfähige Berater erkennen.

1. Achten Sie auf Erfahrung!

In vielen Berufen können Anfänger zuweilen schnelle Erfolge feiern, sicherlich gehört Personalberatung nicht dazu. Hier ist Erfahrung die Grundlage für Professionalität. Einer der wichtigsten Gründe: Unerfahrene Personalberater werden mit den interessanten Kandidaten kaum in weiterführende Gespräche gelangen. Ein Top-Kandidat wird sich schon nach wenigen Minuten zurückziehen, wenn er merkt, dass der Berater nicht sehr bewandert ist. Doch auch aus anderen Gründen ist langjährige Berufspraxis wichtig. Denn nur in der Praxis lernt man, mit den unterschiedlichsten Situationen, Organisationsstrukturen, Branchen und Fällen lösungsorientiert umzugehen. Als Faustformel empfehle ich Ihnen: Achten Sie darauf, dass der Personalberater, der für Sie arbeitet, mindestens 10 Jahre Berufserfahrung in Personalberatungsgesellschaften oder größeren Personalabteilungen vorzuweisen hat.

2. Stellen Sie sich den Berater als Ihren Mitarbeiter vor!

Ein guter Personalberater würde Ihnen auch als eigener Mitarbeiter gefallen. Er begreift schnell, hat eine hohe Eigenbeweglichkeit und arbeitet durchdacht und planmäßig an der Zielerreichung. Wenn es etwas komplizierter wird, stellt er einen Aktionsplan auf und arbeitet ihn systematisch ab - Sie können sich absolut darauf verlassen, dass er tut, was zu tun ist. Er kommuniziert effektiv, filtert die bei ihm eintreffenden Informationen geschickt und präzis. Kurzum: Ein guter Berater ist für Sie eine spürbare Entlastung, die Zusammenarbeit macht Spaß und Sie trauen ihm zu, Ihre Sache gegenüber der anderen Seite engagiert und einnehmend zu vertreten. Und eins wird nie passieren: Dass er sie dreimal täglich anruft und fragt, was er jetzt tun soll.


3. Achten Sie darauf, dass der Berater sich in Ihre Lage hineinversetzen kann!


Das gilt für beide Seiten - für das Unternehmen wie für die Kandidaten. Ich gebe zu, es ist nicht leicht zu merken, ob ein Berater die Bereitschaft mitbringt, Ihre Lage wirklich zu verstehen und in seiner Arbeit gewissenhaft zu berücksichtigen. Aber meistens spüren Sie es doch, nämlich im Gespräch. Zum Beispiel, wenn Sie der Berater von Dingen überzeugen will, die Sie gerade ausdrücklich ausgeschlossen haben, oder wenn er Probleme verniedlichen will, die in der Realität und in Ihrer Branche durchaus eine ernste Rolle spielen. Ein „Verkäufertyp“ mag ein guter Verkäufer sein, ein guter Personalberater aber sicherlich nicht.


4. Hören Sie genau hin, was der Berater sagt.


Ein guter Berater wird folgendes niemals sagen: „Ich garantiere Ihnen hundertprozentig ...“, „Das ist doch alles kein Problem ...“ oder „Ich werde die Sache schneller durchziehen als jeder andere ...“ Stattdessen werden Sie von einem guten Berater hören: „Ich gebe Ihnen keine Garantie, das wäre unredlich, weil der Erfolg nicht allein von meiner Arbeit abhängt ...“, „Das sieht momentan sehr einfach aus, aber sicherlich werden noch Probleme auftauchen, dann werde ich mir geeignete Lösungen überlegen ...“ oder „Ich fange sofort an, trotzdem sollten wir nicht glauben, dass wir die Prozesse auf der anderen Seite beschleunigen könnten.“ Kurzum: Ein guter Berater redet mit Ihnen offen, integer und sachgerecht und verspricht niemals etwas, was er nicht halten kann.


5. Achten Sie auf die professionellen Standards.
 

Wie jeder Beruf gibt es auch für Personalberatungen gewisse ungeschriebene Standards, die den professionellen Akteur vom Anfänger oder Blender unterscheiden. Ganz wichtig: Vertraulichkeit, Diskretion und Datenschutz ist quasi selbstverständlich. Ein guter Berater schweigt über seine Klienten und wird nicht protzen, dass er bereits schon „den X zu der Ypsilon AG“ vermittelt habe oder auf andere Weise Namen fallen lassen, die Sie nichts angehen. Ein weiterer Punkt aus der Liste der professionellen Standards: Ein guter Berater geht systematisch vor und fragt Sie alle wichtigen Dinge ab, die er für eine gute Arbeit wissen muss. Wer Ihnen keine bohrenden Fragen stellt, kann nicht zu den Guten gehören.

 

 

 

 

 
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